SafeHouse – ein Spiel von Sebastian Fitzek

REZENSIERT VON

Lena

So…der heutige Beitrag geht mal ausnahmsweise nicht um Buch…hat aber durchaus mit einem Autor zu tun:
Sebastian Fitzek hat im Herbst ein Spiel veröffentlicht. Ein Escape-Spiel.

Da das Spiel über 20€ kostet und es bei Escape-Games ja immer fraglich ist, wie oft man sie spielen kann, haben Chris und ich uns lang überlegt, ob wir uns das Spiel gönnen oder nicht – und uns dann dagegen entschieden…sind immerhin zwei Bücher vom Wert her ;-). Auf der Buchmesse haben wir dann erfahren, dass SafeHouse so konzipiert ist, dass es mehrmals spielbar ist. Bleibt trotzdem der Preis. Also irgendwann vielleicht. Und so wurde es Weihnachten…kam für mich die Frage auf, was ich meinem lieben Mann schenke und da er sehr gerne spielt lag die Antwort auf der Hand: SafeHouse. Wir waren ja trotz Preis neugierig, was Fitzek sich zusammen mit dem Spieleautor Marco Teubner und Jörn Stollmann ausgedacht hat.

Tja, so hat mein ahnungsloser Ehemann das Geschenk ausgepackt und sich riesig gefreut (ich hatte ja ein bisschen befürchtet, das er auf dieselbe Idee kommen könnte – aber im Notfall hätte eine Freundin mir ein Exemplar abgekauft. Aber zum Glück waren die Sorgen völlig umsonst :-)). Am ersten Weihnachtsfeiertag ging es dann zu meiner Schwiegerfamilie und da meine Schwägerinnen auch sehr gerne spielen, war klar was ausprobiert wird.

So, genug des blabla…wie von allem, was Sebasian Fitzek produziert bin ich mal wieder restlos begeistert.
Alle Spieler zusammen spielen den Zeugen. Sie haben einen Mord beobachtet und fliehen auf dem Brettspiel durch fünf Kapitel vor dem Mörder. Ziel ist es, das Safehouse zu erreichen – und alles in maximal einer halben Stunde.
Der Spielaufbau ist ziemlich simpel – und doch nicht langweilig.

Im Grunde gibt es für jedes Kapitel sog. ‘Kapitelkarten’ mit einem einfachen Auftrag und der Anzahl an Schritten, die der Zeuge flüchten darf, bei erledigen des Auftrags. Der Auftrag besteht darin ‘Fluchtkarten’ aufsteigend in vorgegebenen Farbkombinationen an die Kapitelkarten anzulegen. Jeder Spieler hat fünf Karten auf der Hand. Flucht- und Kapitelkarten. Das Problem besteht nur darin, dass man den Mitspielern seine Karten weder zeigen noch direkt benennen (“Habe eine rote 4”) darf. Daher entwickelt sich im lauf des Spiels in gewisser Art eine eigene Sprache – denn ohne Absprache sind die Kapitelkartenaufträge nicht so schnell zu erledigen – und schnell erledigen muss man sie. Denn die Zeit läuft.
Zudem gibt es zwischen den Fluchtkarten noch ‘Verfolgerkarten’, wer sie zieht muss sie spielen. Je nach Wert der Verfolgerkarten läuft der Verfolger bei spielen der Karten unterschiedlich viele Schritte.

So, dass war Schwierigkeitsgrad 1 – es gibt 3. Ab Grad 2 gilt es nebenher noch das Verbrechen aufzuklären (Täter, Motiv, Opfer, Tatwaffe, Beweis). Dies geht über Symbole, die auf die Fluchtkarten gedruckt sind und vorgeben welches der vorgebenen DInge/Personen wegfallen. Der Trick ist, vor erreichen des Safehouse den Mord aufzuklären. Schafft man dies nicht, ist das Spiel verloren. Ebenso wenn der Mörder den Zeugen einholt. Oder wenn der Zeuge zu langsam ist (>30min).

Das Spiel ist der pure Nervenkitzel und macht echt süchtig! Wir haben einige Runde gebraucht um das erste Mal zu gewinnen und durch den Zeitdruck wird schon auch ein bisschen Adrenalin ausgeschüttet  ;-).
Da es kein ‘klassisches’ Escape-Game im Sinne von Rätsel lösen ist, kann man es tatsächlich immer und immer wieder spielen. Und es macht jedes Mal wieder Spaß.

Also eine klare Empfehlung von mir (und nein, nicht nur weil es von Fitzek ist :-))

 

 

 

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