“Gefangen im Packeis” und “Wild” – zwei Bücher im Vergleich

REZENSIERT VON

Lena

Gefangen im Packeis (Christa-Maria Zimmermann), eigentlich nur ein Zufallskauf (im Urlaub…zu wenig Lesestoff..ab in die Buchhandlung und so…:-)) und inzwischen ein Buch, das ich sooft gelesen habe wie glaub ich kein anderes.

Der junge Peter “Blacky” Blackborrow schleicht sich als blinder Passagier an Bord der ‘Endurance’ um seinen großen Held Sir Ernest Shackleton auf seinem erneuten Versuch die Antarktis zu durchqueren zu begleiten. Um als Schiffsjunge angeheuert zu werden ist er zu jung. Also bleibt ihm keine andere Möglichkeit um seinen Traum wahr werden zu lassen.

Die nun nachfolgende Geschichte, wie die ‘Endurance’ im Packeis stecken bleibt und die gesamte Mannschaft mit Müh und Not am Ende flüchten kann und gerettet wird, wird aus der Sicht von Blacky berichtet (der natürlich bald an Bord entdeckt wurde, dann aber als Küchenhilfe bleiben durfte – war doch der nächste Hafen schon zu weit weg).
Die Mannschaft meistert viele Gefahren, nur durch Zusammenhalt, Mut und Optimismus von Sir Shackleton, dem Kapitän und den Offizieren.

Insgesamt ein sehr schönes Buch, gut zu lesen. Ja klar, einfach Sprache aber es ist ja schliesslich ein Jugendbuch. Die Charaktere sind allesamt äußerst sympathisch (ja okay, einen Antisympatisant gibt es, aber gehört der nicht iiiiiirgendwie dazu?! ;-)). Das Buch gibt einen guten Einblick in die Abenteuer und Gefahren dieser Auseinandersetzung der Mannschaft mit der Natur

Hmmmm…..hmmmmmm…..”Wild” von Reinhold Messner ist ein gutes Buch…ich weis aber noch nicht so ganz, ob mir sein Schreibstil gefällt. Das Buch wechselt zwischen Längen und Spannungshöhepunkten. Die Längen sind geprägt von viel blabla (und das mag ich nunmal nicht als bekennender Thriller-Fan! ;-)). Bei den Spannungshöhepunkten wiederum, bin ich so dabei, dass ich mich frage, warum mir bei immer 5°C an der Bushaltestelle eigentlich kalt ist.
Im Endeffek hab ich auch anderes erwartet vom Inhalt. Der Klappentext lässt erwarten, dass R.M. sich auf das “Endurance”-Abenteuer von Wild konzentriert. Aber nein: Das Buch ist quasi eine Antarktisbiographie von Wild. Alle seine Tripps -und andere wichtige Eckpunkte seines Lebens ganz kurz zwischendrin benannt. Der Ausflug mit der “Endurance” wird sogar relativ kurz abgehakt – was mich ein wenig enttäuscht hat.

Was ich auf jeden Fall gelernt habe, ist, diesen Mann den ich jetzt aus genau zwei Büchern kenne zu schätzen. Wild muss ein unglaublich cooler Typ gewesen sein, der das Leben liebte und der alles was da so kam, so nahm wie es kam.
Seine Leidenschaft und Liebe für das ewige Eis ging bis zum Tod.
Also das Buch ist definitv kein schlechtes…aber es wird keines meiner Lieblingsbücher!

Eigentlich war hier noch ein Vergleich der beiden Bücher geplant…das funktioniert aber nicht so richtig, da beide Bücher komplett grundverschieden sind. Ich sitze grad reglos vor der Tastatur und überlege, ob ich einen Vergleich hinbekomme, aber ich wüsste einfach nicht wie. Die einzige Gleichheit zwischen den Büchern ist die “Endurance”. Und das War es auch schon.

C.M.Z. hat eine Jugendbuch-Erzählung verfasst und R.M. erzählt alles aus dem Blickwinkel eines Abenteurers, der er ja selber ist. Im ersten Buch werden alle Erlebnisse der Mannschaft beleuchtet und erzählt. Messner wiederum hat eine Biographie im Kurzstil über ein Mannschaftsmitglied verfasst.
Es sind beide Bücher gut, ich denke, es kommt einfach darauf an, was für einen Schreibstil man mag und was man von dem Buch erwartet (Ich bei zweitem einfach anderes :-))

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